Geographische Position : 54° 22' 27'' Nord, 008° 38' 28'' Ost
Der Leuchtturm Westerheversand ist einer von drei baugleichen Stahltürmen in Nordfriesland, die mit gusseisernen Mantelplatten ( "Tübbingen") der Isselburger Hütte am Niederrhein erbaut wurden.
Der Turmbau:
Kostenanschlag vom 19.Januar 1902 250000 Mk
Baubeginn Mai 1906
Bauende Juli 1907
Kosten Turmbau 52389 Mk
Kosten Laterne 14620 Mk
Arbeiten: 1 Obermonteur, 4 Monteure der Isselburger Hütte und 15 Arbeiter aus
Westerhever und Umgebung.
In gleicher Bauweise wurden das Leuchtfeuer Pellworm und das Leuchtfeuer Hörnum
zeitgleich errichtet, wobei der Turm von Westerheversand das bekannteste Leuchtfeuer an der Küste Schleswig-Holsteins darstellt.
Das Fundament des Turms bilden 127 Rundpfähle aus Kiefer, Durchmesser jeweils 30 cm
und 7,75 m lang.
Der Turmmantel besteht aus 608 gusseisernen Platten für 10 Geschosse, das Gewicht beträgt 150 Tonnen und wurde errichtet auf einem 16eckigen, 4,7m hohen Turmsockel.
Das Material wurde auf dem Wasserweg bis zum Löschplatz Stufhusen und dann auf einem 4 km langen Feldbahngleis mit Lorenbetrieb herangeschafft.
Über 168 Stufen gelangt man zum Turm der 40m über dem Erdboden liegt, das Leuchtfeuer liegt 41,5m über NN.
Tragweiten: 21 Seemeilen weiß, 16,5 sm rot und 17,5 sm grün.
Leuchtenart: bis 1975 Kohlestäbe-Lichtbogeneinrichtung, elektrisch mit Rohrschlitzblenden als Kennungsgeber, seit 1975 Xenon Hochdrucklampen 2000 Watt
mit umlaufender Blende, eine Umdrehung 30 sec.
Überwachung: bis 1979 durch 2 Leuchtturmwärter, ab 1979 fernüberwacht über Schaltanlagen im Turm und durch einen Rechner in der Schaltzentrale Tönning.